Bin gerade auf dem Weg zum täglichen Lobpreis unseres Nudel-HErrn (vulgo: Mittagessen).
Sobald ich zurück bin, kommt hier der erste Teil eines Papers zum altorientalischen Pastrismus hin.
Vorher noch die nächste Pastaoden-Strophe (s.Post weiter oben)
Nich'so janz jelungen, sach ich mal; aber man schreibt ja nich jeden tach'n Bestseller.
Ist der weite Wurf gelungen,
Enterhaken krallt sich ein,
Ist gar bald der Feind bezwungen:
Pirat, du wirst siegreich sein.
Dann zum Siegesfest die Kehlen
Feuchten sie mit Bier so braun;
Können später viel erzählen
Nach der Rückkehr bei den Frau'n.
Doch darüber nicht versäumet:
Huldiget dem Nudel-Herrn!
Seine Hilf' ist dem nicht fern,
Der von großen Taten träumet.
Ich frage mich oft, was für ein Kraut der alte Schiller gepafft hat, bevor er ans Dichten ging (nicht ganz dicht, deshalb Dichter).
Für ein ganz extremes Beispiel guckt Euch mal das an!
http://mitglied.lycos.de/spangenberg/gedichte/schiller/schil00u.html
Bis dann!
Sorry, könnt' doch etwas länger dauern, Word leistet heftigsten Widerstand gegen Teile meiner Tipperei.
Okay, hier ist es:
An:
Zeitschrift für Pastfarianische Altertumskunde
Amtshofstraße 1a
63589 Linsengericht (Main-Kinzig-Kreis)
Hessen, Deutschland
Betr.:
Verbindungen zwischen Elam-Pastrismus und kilikischem Demeterkult
Teil 1 des angekündigten Papers
Autoren:
Swatopluk, Inst.f.techn.Alchepastrie Berlin, Deutschland
Hvergelmir Pastadottir, Nudelkvaeddi Inst., Akureyri, Island
Olav Fiskeboller, Kjøttkaker Inst., Smøla, Norge
Stichwörter:
Pastrismus, Demeterkult, Einbecker Palimpsest, Anapastasis des Artophilos
Abstract:
Die Auffindung und Entschlüsselung des Einbecker Palimpsests mit der Anapastasis des Artophilos erzwingt die Neubewertung des Demeterkults von Aitina. Die Kultstatue kann rekonstruiert werden. Die Verbindung zum elamitischen Pastrismus ist damit zweifelsfrei erwiesen. Details zur Kult- und Schriftreform des Pastapanigarl geben Aufschluß zu strittigen Fragen der politischen Situation im Nahen Osten des 7./6. Jhd. v.u.Z.
Teil 1: Die Demeter von Aitina
(griechische Wörter werden in Umschrift wiedergegeben, eta erscheint als ä)
Es ist in der Fachwelt lange bekannt, daß der Kult der Demeter in Kilikien (südl.Kleinasien) seit mind. dem 7.Jhd.v.u.Z große wertschätzung genoß. Eine spezielle Ausformung wurde in der Umgebung des Ortes Aitina (im lokalen Dialekt: Etti) bei archäologischen Forschungen im späten 19.Jhd. entdeckt. Ein z.T. stark beschädigtes Kultbild der Göttin wurde dort ausgegraben und befand sich bis zu seiner Zerstörung im 2.Wk. in Mainz.
Zu Füßen der Göttin saß ein Hund auf einem brennenden Feuer flankiert von den typischen Erd/Fruchtbarkeits-Attributen wie Getreideähren und Gemüse. Im Volksmind wurde die Figur deshalb respektlos „Hot-Dog-Madonna“ genannt, die internationale Bezeichnung lautet dagegen „Dämätär kynikä“ (Hunds-Demeter). Den Sockel zierte die Inschrift „Hä Despoina mazän mäkynomenä“, was als „Die brotvermehrende Herrin“ gedeutet wurde. Die rechte Schulter, ein Teil des Kopfes und der ursprünglich dahinter stehende Säulenschaft waren abgebrochen oder abgeschlagen, sie wurden bei den Grabungen nicht gefunden.
Strangartige Verzierungen, die vom fehlenden Schulterteil über die Brüste zur Herzgegend führen, wurden als Haarflechten angesehen.
Die von einer Säule gebildete Rückseite trug eine z.T. mutwillig entstellte/getilgte Widmung.
Diese war ursprünglich zur einen Hälfte in protogriechischer, zur anderen in Keilschrift gehalten. Von letzterer waren nur noch Spuren erhalten (s.u.).
Nach der Entdeckung und Entzifferung des Einbecker Palimpsestes (siehe Teil 2) muß nun die gesamte Deutung revidiert werden.
Die Inschrift is zu übersetzen als: "Die Hausfrau, die den Teig langzieht" oder kurz: "Die Nudelmacherin". Für den Hund wurde das falsche Wort (kyon) gewählt, statt des im kleinasiatischen Raum üblicheren ionischen Dialektwortes (im Ursprung persisch): "spaka", wobei im kilikischen Bereich das Kappa meist guttural weich gesprochen wurde, entsprechend mehr einem Gamma. Die korrekte Bezeichnung der Statue ist demnach: "Demeter Spaga [von] Etti". Dies bestätigt den schon lange gehegten Verdacht, daß die bisherige Etymologie für jenes Nudelgericht nicht stimmig ist und die Kunst des Nudelmachens in der Tat aus dem Osten nach Europa kam (lange vor Marco Polo).
Der 2.Teil dieses Papers wird diesen Aspekt noch näher beleuchten.
Die neu zugänglichen Texte erlauben jetzt auch die Rekonstruktion des fehlenden Teils der Statue. Die "Haarsträhnen" entpuppen sich als die Nudelfortsätze (Noodly Appendages) des FSM, die das Herz der Nudlerin berühren. Über der rechten Schulter am Säulenschaft war eine Manifestation Seiner Köstlichkeit dargestellt, die Seine Höchste Autorität symbolisch auf die lokale Gottheit überträgt und sie so legitimiert. Der unbekleidete Oberkörper, der für eine Demeterdarstellung höchst ungewöhnlich ist, demonstriert hier den im Vergleich niederen Rang gegenüber Ihm (Anmerkung für den Laien: in archaischer Zeit war die Bedeckung der weiblichen Brust ein Standesprivileg, das eifersüchtig verteidigt wurde; das ob und wie zeigt deshalb auch ikonographisch den Rang der Person an.).
Das Kultzentrum Aitina wurde im Ersten Perserkrieg von Dareios I. zerstört. Die an der Demeter-FSM-Statue augenfällige gezielte Zerstörung der nudligen Aspekte erklärt sich aus der religiösen Situation in Persien. Der Pastrismus wurde dort als besonders gefährliche Häresie gegen den Kult des Ahura Mazda (Zoroastrismus oder Parsismus) angesehen und deshalb brutal verfolgt und unterdrückt. Eine Etablierung und Ausbreitung im freigriechischen Gebiet mußte deshalb unbedingt verhindert werden. Der ionische Aufstand wäre demnach nur ein Vorwand, nicht der wahre Grund für die Eröffnung der Perserkriege gewesen.
Im 2.Teil des Beitrages werden wir uns dem Bericht des Artophilos und der Geschichte des Pastrismus zuwenden.
Danksagung:
Ohne die großzügige Unterstützung unserer Feldforschung durch den Pastriarken von Norwegen (man glaubt ja nicht, was Pizzeriabesuche heute kosten, vom Isländerbier mal ganz abgesehen) wäre dieses Unternehmen nicht möglich gewesen. Tusen takk, Vestre Nudelighet.
Anmerkung:
In Ermangelung von Einstellplatz ist noch kein Link zu den Inschriften verfügbar (mal ganz im Ernst: Ich komme noch nicht ganz mit den irregulären Keilschriftzeichen klar, die nicht im Font vorkommen. Die FSM-Glyphe muß deshalb noch warten). Falls hier Norweger mitlesen: Meine Sprachkenntnisse sind noch denkbar begrenzt.
An English version of this might be produced in the future (feel free to do one yourself as long as you consult me before posting it).
Vorgeschmack:
Weihe-Inschrift aus Ost-Assyrien ca.650 v.u.Z., alter Deutungsversuch.
"Assurhauromazd bin Ich, [unbek.Verwandschaftsgrad] des Königs von Assur und Babel, Priester der Gottheit in [vmtl.Name der Ost-Provinz]. Ahura Mazda verehre Ich, wie die Mutter getan hat. Luft, Feuer, Wasser und [Brot??(definitiv nicht Erde, d.Übers.)] von [?] sind seine Elemente. Er bereitet den [Teig?] mit den roten Früchten aus Lykos (Tomaten, d.Übers.) und dem köstlichen Hammelfleisch. Den langen [Teig?] bereitet Er, Hauro Pasta (sic!), Herr der bewegten [Raststätte??]. In Ihm sind der lange [Teig?] und die Fleischbälle. Oh, [3 unbekannte Zeichen + göttliches Determinativ], berühre uns mit dem Anhang des langen [Teiges?], spende uns die heilige [Gewürztunke?]. Aus dem heiligen Berg breche der Rauschtrank (Bier, d.Übers.) zu nähren die, die in Dir sind (vmtl.Verstorbene, d.Übers.). Die Werkstatt der Kleiderabwerfer (Bedeutung unklar, d.Übers) gib ihnen. Wie Du geschaffen hast die Zwirge (sic!), Berge und Bäume, so bist Du auch heute um uns. Reich bist Du an [?]! Suppe des langen [Teiges?] !"
[...?] bedeutet Zeichen oder Wörter, deren Bedeutung unsicher/unbekannt ist.
"Selbst bei großzügigster Auslegung ist dieser Text hochgradig häretisch und mit dem orthodoxen Alt-Parsismus unvereinbar. Dennoch ist das Auftreten iranischen Religionsgutes im assyrischen Raum zu diesem Zeitpunkt äußerst bemerkenswert und ungewöhnlich. Ich schlage hiermit für diese Ausformung "Pastrismus" als provisorische Bezeichnung vor." (O.Doxus, Univ.Erlangen, 1932)
Für unsere Volkspolizisten im Geiste: Suppe des langen Teiges = Ramen!